Belastbare Digitale Transformation und Digitalisierung

Nicht nur, aber eben auch für den Mittelstand

Neuland

Vermessen vermessen

Als die Kanzlerin Dr. Merkel im Jahre 2013 den mittlerweile berühmten Satz über das #Neuland sprach, wurde sie (natürlich) Ziel von zumindest belustigten, in Teilen eher höhnischen, Kommentaren.
Offensichtlich glauben viele Beobachter, das Feld der Informationstechnologien (IT), das Netz und die Auswirkungen beider auf die Gesellschaft im weitesten Sinne seien bereits vermessen.
Unwahrscheinlich.
Der Glaube daran, diese Felder bereits vermessen zu haben, ist tatsächlich vermessen.

Unermesslich

Vermessen vergessen

Die Möglichkeiten, Herausforderungen und Auswirkungen der modernen Informationstechnologien, in der Wahrnehmung primär in Gestalt des Netzes, sind im Kern unüberschaubar und höchst vielfältig.
Betrachtet man die Lage mit einer gewissen Ehrlichkeit ist es selbst über kurze Zeiträume nicht möglich, belastbare Aussagen über für die Zukunft relevante Trends und Themen zu machen.
Dass die Informationstechnologien massive Auswirkungen haben ist allerdings offensichtlich.
Dies kann nur bedeuten, daß die Beobachtung und Implementierung von Informationstechnologien ein permanenter Prozess sein muß, ein dauerhaftes Navigieren im unermesslichen Netz.

Die eigene Mannschaft

Die eigene Mannschaft ist also zentraler Erfolgsfaktor, wenn es um die langfristige Bewältigung der digitalen Transformation geht.
Natürlich kann dies für ein Unternehmen nicht bedeuten, wahllos und ggf. weit über die verfügbaren Mittel hinaus (internes) Personal aufzubauen.
Wahr ist aber auch: Die Bereitschaft, in Personal zu investieren, welches zumindest eine Affinität zu den Informationstechnologien aufweist, ist unterausgeprägt. Selbst, wenn die Mittel eigentlich verfügbar wären.
Unternehmen begeben sich so regelmässig in zu hohe Abhängigkeiten, die bereits auf mittlere Sicht schwerwiegende Konsequenzen haben können. Sei es, weil zu kurzfristig gedacht wird, die strategische Bedeutung nicht erkannt (aber auch nicht belastbar erklärt) wird, sei es aber auch, weil - in einigen Branchen und Klassen von Unternehmen - durchaus Aversionen gegen das gesamte Feld der Informationstechnologien vorherrschen.

Generalisten

Themen und Trends zu erkennen, zu bewerten und bis zu einem gewissen Grad operativ einzusteuern - das ist die Aufgabe von Generalisten, die auch einen klaren Beratungsauftrag gegenüber der Unternehmensführung haben. Breites technisches Wissen und eine klare Neigung zum Querdenken sind gefordert.

Spezialisten

Generalisten werden ohne Spezialisten, die in ausgewählte Bereiche die notwendige Tiefe bringen, nichts erreichen. Spezialisten sind über die Zeit durchaus nicht auf eine fixe Menge an Themen festgelegt, vielmehr ist die Neigung zum detaillierten Durchdringen entscheidend.

Internes Personal

So darstellbar sollte die digitale Transformation bei internem Personal verankert werden.
Es ist entscheidend, langfristig Wissen und Erfahrungen im Haus zu haben und die Brückenfunktion zwischen Fachbereichen und digitaler Welt im Idealfall intern zu besetzen.

Freie Mitarbeiter

Freie Mitarbeiter sind wertvoll, um flexibel auf Themen, Trends und Auslastungswechsel zu reagieren.
Aber: Sie sollten mittels einer langfristigen Strategie bis zu einem gewissen Grad an das Unternehmen gebunden werden, um so Teil der eigenen Mannschaft zu werden.

Externe Dienstleister

Natürlich sind externe Dienstleister wichtige Partner, die für ausgewählte Initiativen und Projekte ideal geeignet sind.
Aber: Es ist entscheidend, die Zügel über eine Partnerschaft mit einem Dienstleister hinaus in der Hand zu halten und die Form der Zusammenarbeit unter dem Gesichtspunkt des Aspektes Abhängigkeit zu gestalten.
Externe Dienstleister können nicht die eigene Mannschaft ersetzen.